Berlin/Nürtingen (dpa) - Der nach einer positiven A-Probe des Dopings verdächtigte Radprofi Stefan Schumacher verklagt die Französische Anti-Doping-Agentur AFLD auf Rufschädigung. Das kündigte der zweifache Tour-de-France-Etappensieger und Träger des Gelben Trikots am Donnerstag auf seiner Homepage an. Laut Schumacher pflegt die AFLD, die Schumacher CERA-Doping in einem Test nach der Tour - genauso wie dem geständigen Bernhard Kohl - nachgewiesen hatte, «regen Kontakt mit den Medien» und formuliert Vorwürfe gegen ihn. Schumacher bezweifelt die korrekte Vorgehensweise bei der Nach- Kontrolle und äußerte grundsätzliche Zweifel am Nachweisverfahren.
Dopingfahnder Saltin: Skiweltverband FIS untersucht fünf Fälle
Berlin (dpa) - Der Internationale Skiverband FIS untersucht derzeit auffällige Blutwerte von fünf Langläufern. Darüber informierte der schwedische Wissenschaftler Bengt Saltin am Donnerstag auf einem internationalen Anti-Doping-Forum in Berlin. «Ein Präzedenzfall wird vorrangig behandelt. Ich hoffe, dass wir die Ergebnisse bis Weihnachten haben und dann an die Öffentlichkeit gehen können», sagte der anerkannte Dopingfahnder. Deutsche Skilangläufer gehören laut Saltin nicht zu den fünf Fällen.
IAAF ruft CAS im Fall der russischen Weltklasseathletinnen an
Monte Carlo (dpa) - Der Leichtathletik-Weltverband IAAF hat Berufung beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) im Doping-Fall der sieben russischen Weltklasseathletinnen eingelegt. Dies teilte die IAAF am Donnerstag mit. Damit will die IAAF verhindern, dass die Sportlerinnen bereits im August 2009 an den Weltmeisterschaften in Berlin teilnehmen können. Die IAAF hatte die Russinnen mit Hilfe der DNA-Methode der Urin-Manipulationen überführt. Der russische Verband geht von einem Beginn des Banns nach der Probennahme im April/Mai 2007 aus. Die IAAF will sie vom Zeitpunkt der Suspendierung an im Juli 2008 für zwei Jahre aus dem Verkehr ziehen.
Griechische Hürden-Olympiasiegerin Halkia wegen Dopings gesperrt
Athen (dpa) - Fani Halkia, griechische Hürden-Olympiasiegerin von 2004, ist wegen Anabolika-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Dies teilte der nationale Leichtathletik-Verband am Donnerstag in Athen mit. Die 29-jährige 400-Meter-Hürdenläuferin war vor den Olympischen Spielen in Peking positiv auf das Steroid Methyltrienolon getestet worden. Fani Halkia hatte bei einer Anhörung ihre Unschuld beteuert und erklärt, dass die Einnahme eines Diätmittels zu dem positiven Test geführt habe. Insgesamt waren vor den Peking-Spielen 15 griechische Athleten mit diesem verbotenen Mittel erwischt worden.

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