Shoton heißt „Genuss von Sauermilch“ auf Tibetanisch. Das ist das lebendigste Fest des Sommers, dass auf den 1. des siebenten Monats nach dem traditionellen tibetischen Kalenders fällt. Anfänglich führte Tsong Khapa, Gründer der „Yellow Sect Buddhism“, die Regel ein, dass die Mönche sich im Sommer in Klöstern abschotten müssen, um zu meditieren und zu verhindern auf Insekten zu treten. Sobald die Meditation vorbei war, durften die Mönche das Kloster verlassen und die mitgebrachte Sauermilch genießen, die ihnen von Einheimischen gespendet wurde. Aus dieser Sitte heraus entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts das Shoton-Fest.
Seit dem fünften Dalai Lama ist das Fest um tibetische Opern Aufführungen ergänzt worden. Deshalb kennt man es auch als Tibetanisches Opern Fest. Als diese religiöse Feier nach Norbu Linka zog – der Sommerresidenz des Dalai Lama – durften auch gewöhnliche Tibetaner daran teilnehmen. Die festlich gekleideten Einwohner der umliegenden Gegenden sahen sich Aufführungen der tibetischen Oper an und hatten Spaß zusammen. So machten sie den Brauch zu einem weltlichen Fest.
Das Highlight des Shoton Festes ist die Zeremonie des „Auseinanderfaltens des Riesigen Buddhas“. Leute strömen bei Tagesanbruch in das Drepung Kloster um das Auseinanderfalten eines riesigen Buddha Gemäldes beim ersten Sonnenstrahl zu sehen.
Das Shoton-Fest ist ein eindrucksvolles Kunstfestival in Tibet geworden.

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